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CD-Review Massimo Aiello Tribute To Beethoven – Drum In The Symphony No. 9   CD-Review ::: Massimo Aiello - Tribute To Beethoven – Drum In The Symphony No. 9

Review Massimo Aiello - Tribute To Beethoven – Drum In The Symphony No. 9  
Review

Massimo Aiello
Tribute To Beethoven – Drum In The Symphony No. 9
Azzurra Music
Klassik mit Schlagzeug
 
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Freude, schöner Götterfunken! Habe ich richtig gehört? Da spielt jemand Schlagzeug zu Beethovens Neunter Sinfonie? Er holt sozusagen mit der Titanenfaust aus, und bietet einem Denkmal der abendländischen Kultur Paroli, um es zur Jahrmarktattraktion zu degradieren?

Mitnichten! Diese Einspielung von Massimo Aiellos Performance, die er in Italien seit 1987 auf Plätzen, in Theatern, Kirchen, Schulen und auf Festivals darbietet, ist zugleich originell und künstlerisch wertvoll. Denn Aiello stellt sich nicht gegen das Werk, sondern fügt sich in das orchestrale Gefüge ein, als wäre sein Part von Anfang an mitkomponiert worden. Bei größer angelegten Orchesterwerken ist es üblich, einen Klavierauszug anzufertigen, um die harmonische Essenz einer Partitur schnell überblicken zu können. Aiellos Spiel wirkt wie ein "Schlagzeugauszug" dieser Sinfonie. Der dramatische Verlauf wird wie in einem Höhenprofil bei Landkarten kenntlich gemacht. Aiello spielt sich nie in den Vordergrund, sondern behandelt Beethovens "Neunte" mit Respekt. Erstaunlich ist vor allem, wie genau er jeden Millimeter der Partitur kennt. Streckenweise gewinnt er dem Werk neue Sichtweisen ab, indem er z.B. im 4. Satz – diese Ode an die Freude, die als"Freude, schöner Götterfunken" populär ist – den Hymnus mit Jazzrhythmen – ja fast schon Breakbeats – unterlegt, die erstaunlich gut passen.

Beethovens letzte Sinfonie war von Anfang an ein Werk, das die Grenzen seiner Gattung sprengte. Ein Modewort war damals das der "absoluten Musik" – und als solche wurde nur reine Instrumentalmusik angesehen. Als höchste Ausprägung dieses Ideals galt die Sinfonie. Der "Revoluzzer" Beethoven nahm Sänger mit in eine Sinfonie. Die damalige Musikkritik echauffierte sich, ob das denn angemessen sei. Aiello greift diesen unorthodoxen Faden auf, erklärt die Sinfonie zum offenen Kunstwerk, und erweitert sie um seinen Beitrag. Das Ergebnis ist alles andere als Kitsch. Entdeckenswert!
 
Peter Backof

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